Rheuma – und was jetzt?

Nach Diagnosestellung erfolgt die auf den einzelnen Patienten abgestimmte Behandlung, die die Krankheitsaktivität, Prognose, Begleiterkrankungen und Lebensumstände berücksichtigt. Ziel der Behandlung entzündlich rheumatischer Erkrankungen ist es, die (weitere) Zerstörung der Gelenke und/oder Organe zu verhindern. Das erreicht man mit Einsatz von Medikamenten mit einer begrenzt dämpfenden Wirkung auf das Immunsystem, so genannter Basis-Therapeutika oder DMARD (disease modifying anti rheumatic drug). Das Therapiekonzept wird in regelmäßigen Abständen durch den Rheumatologen überprüft und die Behandlung angepasst. Wenn mit diesen Medikamenten eine ausreichende Unterdrückung der Krankheit erreicht wird, nennt man das Remission.

Lässt sich keine Remission erzielen, müssen verschiedene Basistherapien kombiniert werden oder ein Wechsel auf das Medikament aus der Gruppe Biologika erfolgen. Hierbei handelt es sich um genetisch hergestellte Medikamente, die bestimmte Stellen des Immunsystems vorübergehend blockieren. Ziel ist auch hier die Remission.

Der internistische Rheumatologe ist idealerweise der Lotse, der die Diagnostik und die verschiedenen Therapien (medikamentöse Behandlung, Krankengymnastik, Ergotherapie, gegebenenfalls rheumaorthopädische Operationen) koordiniert und den Patienten ganzheitlich betreut. Viele Patienten mit rheumatischen Erkrankungen leiden zusätzlich an anderen internistischen Erkrankungen (z. B. Schilddrüsen-Erkrankung).

Um ein optimales Behandlungsergebnis zu erzielen, stehen wir in ständigem Austausch mit unseren Kollegen aus der Gastroenterologie und Endokrinologie. Außerdem kooperieren wir mit weiteren Fachkollegen im Rahmen der Mitgliedschaft im Facharztnetz Hannover. Natürlich begleiten wir auch Rheuma-Patientinnen mit Kinderwunsch!